Ronald Kodritsch


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BLAUE BILDER UND EIN PAAR SKULPTUREN
09 Apr 2014 - 19 Apr 2014

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Exhibition text:

Es (ist) eternity and a day. Der Asternkönig, der Bauer und sein Traktor, zwei Büsten, Mutterkuchen. Ob das eine gute Entscheidung war? Christas metal meeting, Wind und Nase. Das Selbstportrait als Aufnahmeprüfung. Wer auch immer, wo auch immer, wann auch immer. Jeder trägt seinen Teil dazu bye, bye, bye.

 

ARTIST BIO:

Ein wesentliches Charakteristikum im Werk von Ronald Kodritsch ist jenes der Ironie. Kodritsch reflektiert und kritisiert die Möglichkeiten der Malerei und hat dabei ihre Geschichte als Ganzes im Blickwinkel. In vielen Fällen ist seine eigene Kunst eine Reflexion über die Potenzialität des Mediums, wobei er sich keinen Illusionen hingibt, sondern das Unvermögen der Malerei, ihre Limitierungen und die Unerfüllbarkeit der in sie gesetzten Erwartungshaltungen mit Humor und Ironie aufzeigt und bewältigt. Gerade in seinen jüngeren Arbeiten hat er den Pinsel sehr intuitiv geführt und die abstrakte Qualität seiner Malerei betont. Doch lässt er diese gestischen Striche, Schlieren und wilden Zumalungen niemals autonom stehen, sondern versieht sie, aus dem abstrakten Malgrund heraus, mit Realitätsfragmenten und Versatzstücken seines Bildvokabulars. Er bedient sich dabei freimütig aus dem Bild- und Formenrepertoire der Kunst- und Kulturgeschichte, sowie der Populär- und Alltagskultur, das ihm als Quelle und Inspiration vieler Werke dient. Die Erkenntnis, dass in jeder Arbeit auch ein ganz banales Moment steckt, das bewusste Bekenntnis zu diesem Banalen und Trivialen, führt zu einer Malerei, die in der Kombination aus intuitivem Pinselstrich und ironisch-kitschigem Bildinhalt zu seinem Markenzeichen geworden ist. Doch erschöpft sich seine Kunst nicht im oberflächlichen Bildwitz, denn das Eindeutige offenbart sein komplexes Beziehungsgeflecht, das Vordergründige öffnet den Blick auf das Abgründige unserer Gesellschaft, das Widersinnige verwehrt sich dem vermeintlich Sinnstiftenden und Ironie und Spott treten gegen die Konventionen der Mächtigen an.
Die Fähigkeit auch über sich selbst und seine Kunst lachen zu können, im Sinne der von Nietzsche eingeforderten Selbstironie, zeigt sich auch in der neuen Serie der „Blauen Bilder“, welche erstmals eine auf die Farbe Blau (Phtaloblau) und die Nichtfarbe Weiß reduzierte Farbpalette aufweist. Die Bildthemen sind aus einem abstrakten Farbbrei entstanden, einer musikalischen Improvisation gleich, bei der es keinen Anfang, kein Ende und kein Ziel gibt. Ein slowenischer Bauer am Traktor fährt ebenso lässig durchs Bild, wie sich „Ob das eine gute Entscheidung war“ als markante Komposition über Farbschlieren legt. Eine ebenfalls neue Skulpturengruppe unterschiedlicher Materialien wie Bronze, Ton oder zu Plastiken verarbeitete Gebrauchsgegenstände, bildet den zweiten Teil der Ausstellung, lapidar nennt er diese „Ein paar Skulpturen“.

 

Roman Grabner 

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